DEHOGA Nordrhein e. V.

DEHOGA-Center, Hammer Landstraße 45, 41460 Neuss
Fon 02131-7518150, Fax 02131-7518151
info​[at]​dehoga-nr.de, www.dehoga-nordrhein.de

Gastgewerbe weiterhin in großer Not

DEHOGA Nordrhein zieht Corona-Zwischenbilanz+++Angespannter kann die Lage nicht sein+++Umsatzverluste historischen Ausmaßes+++Gewaltige Pleitewelle rollt auf das Land zu+++Vielfältige NRW-Gastrolandschaft droht das Ende+++Gemeinsames Zertifikat mit TÜV Rheinland für sicheren Aufenthalt in Gasträumen+++

Neuss. 11.09.2020 Dem Gastgewerbe zwischen Rhein und Ruhr geht es im bundesweiten Vergleich besonders schlecht. Die jüngste DEHOGA-Umfrage zur wirtschaftlichen Lage des Gastgewerbes ergab, dass 72 % der Betriebe im Rheinland nach eigenen Angaben um das betriebliche Überleben kämpfen – dies sind im bundesweiten Vergleich noch einmal über 10%-Punkte mehr Betriebe. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des DEHOGA (Hotel- und Gaststättenverband), an der sich 715 Unternehmer*innen aus Nordrhein-Westfalen beteiligten. Die Umsatzeinbußen beliefen sich seit dem 1. März auf durchschnittlich 60 Prozent – bundesweit 55,8% seit dem 1. März 2020. Äußerst problematisch bleibt für die Branche, dass die Aussichten ebenfalls düster sind. Gastronomen und Hoteliers des einwohnerstärksten Bundeslandes erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von 53 Prozent (bundesweit 50%).

DEHOGA Nordrhein-Präsident Thomas Henning Graf von Schwerin erklärt: „Angespannter kann die Lage schon fast nicht mehr sein. Das sind Umsatzverluste historischen Ausmaßes. Hinter diesen Zahlen verstecken sich auch vielfältige Einzelschicksale von Unternehmern/innen, die vor Corona langjährig, vielleicht über Generationen hinweg, ihren Betrieb erfolgreich geführt haben und ihren zehntausenden von Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz geboten haben, die jetzt alle massiv gefährdet sind. Wir befürchten eine gewaltige Pleitewelle, die auf das Land zurollt und damit schlimmstenfalls das Aus unserer vielfältigen Gastrolandschaft, wenn nicht bald die Gäste wieder in unsere Betriebe kommen. Wir müssen endlich wieder als Gastgeber ohne Einschränkungen arbeiten dürfen“.

Die gesamte Branche schaut angespannt und mit Sorge auf Herbst und Winter - die Hotellerie wegen des nur äußerst schleppend anlaufenden Geschäftsreiseverkehrs, Caterer wegen ausfallender Veranstaltungen und Events, Clubs- und Diskothekenbetreiber, weil sie noch gar nicht eröffnen dürfen. Auch in der Gastronomie gibt es spezielle Herausforderungen - drinnen wie draußen. Henning Thomas Graf von Schwerin: „Wir haben daher den Schulterschluss mit dem TÜV Rheinland gesucht und haben deutschlandweit als erster Verband einen Lösungsweg geschaffen - geleitet von der Frage: „Wie kann ich als Unternehmer meinen Mitarbeitern und Gästen mehr Sicherheit gewähren und das Vertrauen zurückgewinnen?“ Die Lösung ist das Zertifikat „Hygiene- und Infektionsschutz Management im Gastgewerbe“. Wir brauchen aber auch kommunales Entgegenkommen bei Gestaltungssatzungen, nutzbaren Außenflächen, Sperrzeiten und der "Heizpilzfrage". Genauso wichtig ist, die Gastronomie insgesamt durch technische Innovation zu stärken - die Vorschläge von Wirtschaftsminister Pinkwart, Filtertechnik zu fördern und eine Innovationsklausel in die Coronaschutzverordnung einzuführen, weisen den Weg. Auch für den Bereich der Außengastronomie kann es nachhaltige, Komforterhöhende Ideen geben, die unterstützenswert sind. Gute Lösungen erhöhen den Komfort draußen und das Sicherheitsgefühl der Gäste drinnen.“

DEHOGA Nordrhein
DEHOGA-Center Neuss
Ansprechpartner: GF Thomas Kolaric
Hammer Landstraße 45, 41460 Neuss
Fon 02131 7518 0 kolaric​[at]​dehoga-nr.de