Kein Feuerwerk zum Jahresende

Freitag, den 08. Januar 2010
Kategorie: Pressemeldungen, NRW, Aktuelles

 

Jahresendgeschäft im Gastgewerbe NRW mit unbefriedigenden Zahlen / 2009 heftige Einbrüche / weniger Umsätze bei Weihnachtsfeiern / 2010 besser angelaufen, als 2009 endete / Hoffnung auf positives Gesamtjahr 2010 / Impulse durch Messen, Kulturhauptstadtjahr im Ruhrgebiet, Konjunktur und reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Beherbergung

Auch das Weihnachtsgeschäft konnte nicht retten, was in den ersten elf Monaten des Vorjahres verloren gegangen ist. So lautet das Ergebnis einer Umfrage des DEHOGA Nordrhein-Westfalen (Hotel- und Gaststättenverband) zum Jahresendgeschäft, an der sich  672 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem nordrhein-westfälischen Gastgewerbe beteiligten. "Die Geschäfte im Dezember spiegeln das Gesamtjahr. Es kann nur besser werden", hofft  Olaf Offers, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen, auf ein erfolgreicheres 2010.

Ein besseres Weihnachtsgeschäft konnten nur 20,4 Prozent der Befragten vermelden, 40,6 Prozent tätigten ähnliche Umsätze wie 2008. Allerdings liefen bei 39 Prozent die Geschäfte schlechter als noch im Vorjahr. Ein Grund hierfür waren geringere Umsätze bei Weihnachtsfeiern. Bei 56,1 Prozent der Unternehmer gingen die Umsätze bei geschäftlich bedingten Feiern zurück (ein Plus verzeichneten lediglich 11,3%). Ähnlich schlecht sah es bei Privatveranstaltungen aus. Hier waren es immerhin 19,4 Prozent, die sich über einen gestiegenen Umsatz freuen konnten. Allerdings stehen auch hier 48,5 Prozent der Betriebe gegenüber, die Umsatzverluste hinnehmen mussten. "In den letzten Jahren hat eine Verschiebung im Weihnachtsgeschäft stattgefunden: Zuerst wurden die Firmenfeiern in der Gastronomie weniger, dann kleiner, um dann teilweise ganz wegzufallen", so Olaf Offers.

Etwas besser sehen die Zahlen für den Start ins neue Jahr aus. Dort lief das Jahr für immerhin 22,9 Prozent positiv an; 48,7 Prozent vermeldeten zumindest gleichgebliebene Geschäfte in den ersten Tagen. Für das Gesamtjahr 2010 sieht Olaf Offers leichten Grund zum Optimismus. "Wenn die Konjunktur anspringt, die Arbeitslosenzahlen nicht wesentlich steigen, werden wir aufgrund eines besseren Messejahres, der Kulturhauptstadt 2010 und dem Impuls durch die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes in der Hotellerie mit besseren Zahlen aufwarten können."


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